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Spurlos verschwundene Haustiere (Katze/Hund)


Haustierdiebstahl für die Tierversuchsanstalten und/oder den Fellmarkt ???

Uns beunruhigen Meldungen über immer wieder gebietsweise, gleichzeitige Verlustmeldungen von vielen Katzen und auch Hunden in ganz Deutschland. Die Fäden der Spurensuche laufen zum Teil bei der Interessengruppe Goslar/Werl zusammen, die seit 1996 aufgrund eigener Verluste diese Vorkommnisse notieren. Es bleibt ein Rätsel, dass schon seit Jahren bundesweit immer wieder eben auch sehr häusliche, gepflegte, gekennzeichnete Tiere, denen es daheim gut ging, plötzlich ohne ersichtlichen Grund unauffindbar verschwinden.

Laut TASSO Haustierzentralregister e.V. verschwinden jährlich über 300.000 Katzen und Hunde spurlos. Da die meisten Tierhalter aber aus Unwissenheit ihr Tier nicht als vermisst melden, dürfte die Dunkelziffer größer sein. Ob tatsächlich viele Tiere zur gleichen Zeit im gleichen Gebiet verschwinden und verschwunden bleiben (Rückmeldung!) muss sehr genau erfasst werden. Auch wird eine erhebliche Zahl von Tieren angefahren/überfahren oder erschossen, die aber eben auch nicht alle gefunden werden.

Weiter wurde aufgrund der Auflistungen leider festgestellt, dass Tätowierung und/oder Mikrochip die Tiere nicht vor Diebstahl schützen - das muss hier einmal klargestellt werden.

Die Kennzeichnungen der Tiere sind allerdings ohne Frage selbstverständlich sehr wichtig und sinnvoll. Man muss seine Tiere trotzdem tätowieren und chipen und auch registrieren - vor allem Freilaufkatzen - lassen, da diese Kennzeichnungen für eine eventuelle Zurückführung wichtig sind und vielleicht auch als Beweis bei entsprechendem Auffinden eines Tieres dienen.

Angeblich wird mit vielen verschiedenen Fang - und Lockmethoden auch mit chemischen Sexuallockmitteln gearbeitet, die selbst bei kastrierten Tieren - Katzen/Kater - wirken, diese anlocken und die somit eingefangen werden können.

Auf Grund von Meldungen von Tasso (300.000 pro Jahr) und auf Grund der bisherigen Auflistung, ist davon auszugehen, dass Verlust/Diebstahl-Meldungen von Haustieren den Tatsachen entsprechen, so dass der Haustier-Diebstahl wohl nicht mehr von der Hand zu weisen ist. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass laut Tasso zirka 75% der bei Tasso vermisst gemeldeten Tiere und lt. Broschüre "Freund vermisst?", Juli 2003, des DTSB zu diesem Thema Tausende Tiere jährlich zurückgeführt werden können.

Viele Tierhalter, die ihre Tiere bei Tasso und/oder DTSB u.s.w. als vermisst melden, unterlassen - unter anderem auch teils aus Unwissenheit - aber eine polizeiliche Straf-Anzeige. Folglich sieht die Polizei keinen Handlungsbedarf, und somit fehlen amtliche Belege zu Verlustmeldung.

Allerdings konnte im Jahre 1997 ein "Tierfänger" in München überführt werden, der 72 Katzen in einer Waldhütte gehortet hatte, 2 davon konnten eindeutig von ihren Haltern identifiziert werden, die auch einen Strafantrag stellten. Leider sah der Staatsanwalt beim Landgericht keinen Handlungsbedarf, so dass dieser Fall zu den ruhenden Akten gelegt wurde. Lediglich eine Geldbusse von 3.000.00 DM wurde in der Berufung durch den Generalsstaatsanwalt beim Oberlandgericht München festgesetzt.

Wenn dem aber so wäre, dass unsere Haustiere (Katze / Hund) organisiert gestohlen werden, muss man sich fragen, wozu?

Dokumentarfilmer Manfred Karremann - animal-Network e.V. (www.animalnetwork.de), sowie einschlägige pelzverarbeitende Firmen schließen den illegalen Handel mit Katzen-/Hundefell aus. Ihrer Meinung nach ist der deutsche Fellmarkt dafür zu klein, und die Importware aus asiatischen Ländern ist zu Dumpingpreisen pro Fell für ca. 2.00 Dollar zu kaufen. Hier würde sich ihrer Meinung nach ein organisiertes, kriminelles Handeln nicht lohnen.

Aber könnte man "verschwundene Haustiere" einerseits und "Tierversuche" andererseits nicht in einem Zusammenhang sehen? Es ist nicht bekannt, ob nicht doch verschwundene Tiere in den nicht meldepflichtigen Vorversuchen in der Grundlagenforschung u. a. verbraucht werden.

Das nicht zur Ruhe kommende Thema des Haustierdiebstahles speist sich aus dem nicht zur Ruhe kommenden Verdacht, dass Tiere für Versuchszwecke gestohlen und verwendet werden, obwohl dies gegen bestehenden Bestimmungen und Erlasse, dass Katzen eigens für Versuche gezüchtet werden müssen, um Versuchsergebnisse nicht zu verfälschen, verstoßen würde.

Der Haustier-Diebstahl konnte vielleicht erst zu solch einem Ausmaß gelangen, weil die vertrauensseligen Tierschützer und Tierschutzvereine den bestehenden Bestimmungen und Erlassen vertrauen und den Argumenten der Tierexperimentatoren glauben, dass Katzen eigens gezüchtet würden, um Versuchsergebnisse nicht zu verfälschen. Die zugelassenen Ausnahmen zu diesen Bestimmungen betreffen lt. TSG §9, (2), 7 nicht Katzen und Hunde. Es sei hier jedoch an das ironische Wort von Christian Morgenstern (Palmström) erinnert: "Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf."

Für organisierte Haustier-Diebstähle fehlen zwar nach wie vor konkrete Beweise, jedoch bleibt der Verdacht so lange bestehen, bis andere beweisbare Gründe für das spurlose Verschwinden von Haustieren erbracht werden. Diesen Gründen muss man endlich nachgehen; es kann nicht sein, dass man Tierverluste einfach als gegeben hinnimmt. Da es um Tiere, die alle auch als Eigentum einen erheblichen Sachwert (jahrelange Fütterung und ärztliche Betreuung ...) haben, aber auch um die Gesundheit der Tierhalter geht, kann man diese Angelegenheit nicht mehr nur so abtun wie es all die vergangenen Jahre der Fall war, als es hieß "Katze im Straßenverkehr umgekommen - Kater geht auf Brautschau - Jäger hat Katze erschossen - Fuchs hat Katze geholt".

Gewiss muss nicht gleich bei jedem verschwundenen Tier eine kriminelle Handlung vermutet werden. Da jeder Tierhalter aber zeitlebens die volle Verantwortung - in jeder Hinsicht - für seine Haustiere, für seine Katzen und Hunde zu tragen hat, darf man das Thema plötzlich gebietsweise spurlos verschwindender Katzen/Hunde nicht mehr auf sich beruhen lassen, wie es bisher gehandhabt wurde, denn Verluste/Diebstähle können überall und zu jeder Zeit stattfinden.

Die Tierhalter sollen nicht in Panik versetzt werden! Da aber die Gründe für das spurlose Verschwinden nicht bekannt sind, muss das Hauptaugenmerk aller Bestrebungen sein, dem rätselhaften spurlosen Verschwinden ein Ende zu setzen. Deshalb sind Warnungen und Hinweise auf eventuelle Tierdiebstähle wichtig, damit Tierhalter Gegenmaßnahmen ergreifen können, wie: gesicherten/beaufsichtigten Auslauf im Garten oder Gehege oder Wohnungshaltung; zumindest gehören Katze/Hund grundsätzlich in den Dämmerungsstunden - morgens/abends - und selbstverständlich nachts ins Haus und sei es "nur", damit sie nicht im Strassenverkehr umkommen.

Laut Grundgesetz ist unser Eigentum geschützt - so auch unsere Haustiere!
Allein schon aus diesem Grund steht man in der Verpflichtung, und deshalb ist es auch sehr, sehr wichtig, dass bei spurlosem Verschwinden von Katze/Hund (auch von nicht gekennzeichneten und registrierten Tieren), die trotz persönlicher umfassenden Suchens (s. unter wichtige Infos: Im Namen unserer aller "Spurlos verschwundenen Tiere" - Aktivitäten zum Suchen) nicht mehr aufgefunden werden können, unbedingt eine Straf-Anzeige gegen Unbekannt wegen Tier-Verlust und Verdacht des Tier-Diebstahls bei der Polizei und/oder Staatsanwaltschaft schriftlich oder mündlich zur Niederschrift erstattet wird, damit auch endlich seitens der Polizei ein Handlungsbedarf besteht. Die Polizei ist verpflichtet, diese Straf-Anzeigen anzunehmen und gehalten in allen Richtungen zu ermitteln.

Auch sollte eine Tier-Verlustmeldung beim Ordnungsamt der Stadt bzw. Gemeinde gestellt werden, um bei Auffindung des vermissten Tieres die Besitzansprüche im voraus geklärt zu haben. Nach einem halben Jahr gehen nämlich die Besitzansprüche sonst an den Finder oder den neuen Halter des Tieres über.

Vielerorts organisieren sich Menschen, deren Katzen/Hunde für immer spurlos verschwanden und listen Verlustmeldungen auf. Aber auch hier gilt: Nach umfangreicher persönlicher Suche nach dem vermissten Tier (s. unter wichtige Infos: Im Namen unserer aller "Spurlos verschwundenen Tiere" - Aktivitäten zum Suchen) und bei konkretem Verdacht des Diebstahls ist unbedingt eine polizeiliche Tier-Verlust/Diebstahl-Anzeige zu machen.
Eine Rückmeldung bei Wiederauffinden des Tieres bei der Polizei und bei der Verlustauflistung ist unabdingbar!
Leider gibt es auch Tierhalter, denen das Verschwinden ihrer Tiere egal ist, die weder suchen noch Anzeige erstatten, wodurch mögliche Anzeigen bei der Polizei sich verringern oder ausbleiben und der Handlungsbedarf der Polizei schwindet.

Diesem entsetzlichen, traurigen Tierverlust möchten wir - verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen, die sich als Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben - entgegenwirken und raten deshalb:

  1. das spurlose Verschwinden unserer Haustiere (Katze/Hund) weitmöglichst vorab durch umfangreiche persönliche Suche (s. unter wichtige Infos: Im Namen unserer aller "Spurlos verschwundenen Tiere" - Aktivitäten zum Suchen) abklären und
  2. durch nachfolgende polizeiliche Straf-Anzeige bei den Behörden ein Einsehen und Handlungsbedarf auslösen, damit dort Nachforschungen beginnen, ob, und wenn ja, wozu diese Tiere gestohlen werden.

Deshalb soll eine bundesweite, zentrale Koordinationsstelle für "Spurlos verschwundene Haustiere (Katze/Hund) " aufgebaut werden. Der Weg übers Internet ist mitunter auch zum Austausch von Informationen dabei eine große Hilfe.

Da es leider keine genaue Übersicht gibt, wann, wo, wieviel... Tiere spurlos verschwanden/verschwinden und somit ersichtlich wird, dass dringlichst ein Handlungsbedarf besteht, benötigt die Interessengemeinschaft Ihre Mithilfe. Deshalb bitten wir Sie, uns Ihre polizeiliche Tier-Verlust/-Diebstahl-Straf-Anzeige als Kopie, oder eine Meldung per Post, Fax oder Mail mit Angabe von Ort und Postleitzahl zukommen zu lassen, wenn Ihr Haustier, auch nach persönlicher gründlicher Suche, nicht wiedergefunden wurde. Ebenso erbitten wir Zeitungsartikel und Hinweise auf gesuchte Haustiere mit Ort und Postleitzahl. Diese Informationen benötigen wir auch für die zurückliegenden Jahre. So hofft die Interessengemeinschaft, ein annähernd zusammenhängendes Bild über spurlos verschwundene Haustiere zu bekommen. Dazu gehört aber auch, dass wir wiedergefundene Tiere aus unserer Vermissten-Übersicht entfernen; bitte melden Sie uns deshalb auch die wieder heimgekehrten Tiere (auch die tot aufgefundenen).

Im Namen der verschwundenen / verschwindenden Tiere bedanken wir uns vorab schon recht herzlich für Ihre Mithilfe.

Januar 2004


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